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Talking Feet
© SMB / Ute Klein, 2020 

Talking Feet

2020

Schule am Rathaus

  • #Bildwerke
  • #Museum im Wandel
  • #Grundschule
  • #Sekundarstufe I
  • #Kreatives Schreiben
  • #Sound

Was passiert, wenn die Füße von Kunstwerken aus dem Museum herauswandern und in die Schule kommen? 

Die Künstlerin und lab.Bode Resident Mathilde ter Heijne lässt Füße von Kunstwerken aus dem Bode-Museum nachbauen und fragt Schüler*innen und Mitarbeiter*innen des Museums: Was erzählen diese Füße? Wie würden sie heute durch die Welt gehen? Welche Vorstellungen wecken sie, wenn sie uns außerhalb des Museums begegnen? Und was haben diese Füße eigentlich mit uns zu tun?

Im Rahmen des Projekts „Talking Feet“ (Füße die sprechen) setzten sich die Schüler*innen der drei beteiligten Partnerschulen intensiv mit ausgewählten Füßen und den dazugehörigen Figuren aus der Sammlung des Bode-Museums auseinander. Dabei begegneten sie, angeleitet von Vermittler*innen, aktuell relevanten Themen wie z. B. Diskriminierung, Gender, Gesellschaftskritik, Gewalt, Identität, Herkunft, Liebe, Legende, Religion und Schönheitsideale. 

In der ersten Projektwoche gaben die Schüler*innen der Schule am Rathaus den Füßen ihre Stimme. Die Schüler*innen entwickelten gemeinsam mit dem Soundkünstler Norbert Lang aus den Ideen der Künstlerin, Mathilde ter Heijne, der Expert*innen aus dem Bode-Museum und ganz eigenen Ideen ein Hörstück, das sie mit professionellen Synchronsprecher*innen aufnahmen. 

In den darauf aufbauenden Projektwochen der Athene-Grundschule und der Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule, lernten die Schüler*innen die Füße, ihre Stimmen und die dazugehörigen Figuren ganz genau kennen. Sie zeichneten und fotografierten die Füße und erarbeiteten sich, begleitet von der Choreografin Bahar Meric sowie den Vermittlerinnen Marta Colombo und Kristin Meyer, performativ einen eigenen Zugang zu den Skulpturen. Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Schüler*innen ihre Performances und gaben Einblick in ihre Projektergebnisse.

„Talking Feet“ wurde von der Künstler*in und lab.Bode Resident Mathilde ter Heijne konzipiert und gemeinsam mit den Workshopleiter*innen zu zwei einwöchigen Schulprojekten weiter entwickelt. 

 

Klassenstufe

8. Klasse der Schule am Rathaus vom 9. – 13. Dezember 2019

5., 6. und 8. Klasse der Sophie-Brahe Gemeinschaftsschule vom 17. – 21. Februar 2020

5. Klasse der Athene Grundschule vom 2. – 6. Februar 2020

Projektdauer

Eine Projektwoche mit einem Tag in der Schule (3-4 Stunden) und 4 Tagen im Bode-Museum (3-4 Stunden) 

 

Workshopleitung

Marta Colombo studierte Bildende Kunst sowie Kunstpädagogik (M.A.) an der Kunstakademie Brera in Mailand und anschließend Kommunikationsdesign (M.A.) an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. Nach Erfahrungen im Bereich Bühnenbild, arbeitet sie seit 2010 als freie Künstlerin und ist seit 2012 als Kunstvermittlerin in verschiedensten Institutionen und Projekten tätig. Am Kunsthaus Essen wirkt Marta Colombo in kuratorischen Projekten mit. Ihre Werke sind in mehreren Sammlungen dauerhaft ausgestellt.

 

Norbert Lang arbeitet als freier Radiomacher und Soundkünstler in Berlin. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit den Schwerpunkten Musik und Medien an der Universität Hildesheim und promovierte an der  HFBK Hamburg zum Thema „Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt“. Von 2010 bis 2015 war er Mitarbeiter der Redaktion Hörspiel und Medienkunst des Bayerischen Rundfunks und produzierte im Rahmen der Sendung „hör!spiel!art.mix“ Interviews, Sound-Dokumentationen und Radio Essays. Als Soundkünstler komponiert er für Rundfunk, Tanz und Theater, realisiert Sound Lectures, Audiowalks, Klanginstallationen und leitet regelmäßig Kunstvermittlungsprojekte. Er ist Autor von Features und Hörspielen und moderiert Rundfunkdiskussionen für das SWR2 Forum.

 

Bahar Meric lebt und arbeitet als freischaffende Choreografin in Berlin. Sie arbeitet projektbezogen und genreübergreifend mit Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Laien weltweit. Grundlage ihrer Arbeit ist Improvisation und die Kombination verschiedener Kunststile. Als Choreographin ist sie in den Bereichen Theater, Film, Performance und politische Bildung tätig. Ziel ihrer Arbeit ist es, Tanz und Theater als Ausdrucksform zugänglich und sozial relevante Themen auf unkonventionelle und kritische Weise sichtbar zu machen.

 

Kristin Meyer  ist Kunsthistorikerin, Künstlerin und Kunstvermittlerin. Sie leitete das Projekt „Forscheralbum Leipzig. Kinder erforschen die Stadt” und den inklusiven Trickfilmworkshop „HOW TO BUILD A FAMILY“ im Kulturkosmos Leipzig e. V. Bis 2015 hatte sie zudem die Leitung der Kunstvermittlungsabteilung der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig inne. In ihrer Arbeit als Kunstvermittlerin fließt Kristin Meyers künstlerische Kompetenz als Comic-Zeichnerin in besonderer Weise ein. So entwickelt sie in ihren Projekten mit Kindern und Jugendlichen überzeugende Produkte für die weitere Nutzung in Kunstinstitutionen und schafft mit ihren Teilnehmer*innen innovative Comic-Formate.